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Sofia Nordmann arbeitet an der Schnittstelle von Malerei, Philosophie, Handschrift und Objektkunst. Im Zentrum ihres Schaffens steht die Auseinandersetzung mit Wahrnehmung, Wirklichkeit und den verborgenen Schichten unseres Denkens. Ihre Arbeiten laden dazu ein, hinter das Sichtbare zu blicken und sich auf eine vielschichtige, persönliche Form der Bildsprache einzulassen.
Geprägt wurde sie früh durch ihre Herkunft und das Aufwachsen in Buenos Aires. Noch vor einem formalen Studium sammelte sie praktische Erfahrungen in den Ateliers verschiedener Künstler, wo sie ihr Handwerk von Grund auf entwickelte und erste eigene Techniken sowie stilistische Ansätze ausbildete.
Im weiteren Verlauf vertiefte sie ihre künstlerische Praxis auch im akademischen Kontext mit dem Studium der Kunstgeschichte/ Theaterwissenschaften/Kulturelle Kommunikation an der Humboldt Universität Berlin, wobei insbesondere philosophische Fragestellungen zunehmend in den Mittelpunkt rückten. Ihre Arbeit kreist um Themen wie die Entstehung von Wirklichkeit, unbewusste Kommunikation und die Frage, inwiefern Gedanken tatsächlich frei sein können, angesichts der Prägung durch Kultur, Gesellschaft, phisiologischen Einluss und individuelle Erfahrung.
Diese inhaltliche Auseinandersetzung spiegelt sich in ihrer charakteristischen Arbeitsweise wider: Ihre Malerei entsteht in vielschichtigen Prozessen, geprägt von Transparenz, feinen Farbübergängen und dem Zusammenspiel von unkontrollierter Zeichnung und intuitiver Abstraktion. Ein wesentlicher Bestandteil ihrer Praxis ist die Dekonstruktion des eigenen Materials. Handgeschriebene Texte und Zeichnungen aktueller Arbeiten werden zerschnitten oder zerrissen und in neue, dreidimensionale Formen überführt.
Durch das bewusste Verbergen der ursprünglichen Inhalte lenkt sie den Blick auf das Unlesbare und eröffnet neue Bedeutungsebenen. Ihre Wandobjekte bestehen aus durchscheinenden, lichtdurchfluteten Papierschichten, die sich je nach Betrachtung intensiv verändern und immer neue Farbräume sichtbar machen. Die Arbeiten entfalten dabei eine stark suggestive Kraft und laden zu einer individuellen, oft intuitiven Auseinandersetzung ein.
Ihre Werke sind sowohl als eigenständige Gemälde als auch in transformierter Form als Objekte zu sehen, als visuelle Codices eines fortlaufenden Denkprozesses.
Einzelausstellungen Auswahl:
Centro Cultural Reforma, Oaxaca, Mexico 2026
Kulturscheune Nakensdorf, Mecklenburg Vorpommern, 2026
Galerie ArtAffairs, Potsdam, 2024 und 2025
Internationaler Club im Auswärtigen Amt, Ausstellungsraum, Berlin 2023, 2025
Fundación Vocación Humana, Buenos Aires, Argentina 2024
Galerie Finesse, Paper Art Biennial Sofia, Bulgarien 2022
Argentinische Botschaft, Berlin 2018
Kulturscheune Klein Gaddau 2018
Kniphagen, 2017
Argentinische Botschaft, Berlin 2016
Zirngibl Langwieser, Berlin, 2014
Galerie Schloss Teschow, Teterow 2012
Galerie 2ter Blick/ Galerie Marc Richter, Lütjenburg 2011
Gruppenausstellungen Auswahl:
MUPO, Museo de Pintores Oaxaquenos, Oaxaca, 2026
Kulturforum, Berlin, Schere Stil Papier, Vortrag über Kreationsprozess, 2026
Litehaus Galerie, Berlin 2022, 2023, 2026
Museum für Kommunikation, Papier und Klang Festival des Haus des Papiers, 2022
BAAM Berlin 2022, 2023, 2024, 2025
HAAM Hamburg, 2023, 2024, 2025
Chromart Galerie, Berlin 2023
Galerie Finesse, Paper Art Bienal Sofia, Bulgarien 2022
Paperfest Sofia, Bulgarien 2022
Monopol Gallery Berlin, 2020, 2021, 2022, 2023
Altes Verwalterhaus Ausstellungsraum, Berlin 2019
Art Affaires, Potsdam-Babelsberg 2019
Kunstbörse HMT Rostock 2017
Innerscape Berlin, Galerie in den Treptowers, Berlin, 2016
Sommerspitzen, Reinhardt & Partner Galerie in der Gebrüder Wright Galerie, Berlin 2015
Galerie Forum am Amalienpark, Berlin 2014
CCA&A Gallery, Art Innsbruck 2014
Galerie Ich & Ich, Forum Amalienpark, Berlin 2013
Projektraum Orangerie im Günthersburgpark, Frankfurt/M 2013
CCA&A Gallery - Design Academy, Art Week Hamburg 2012
Ballhaus Projektraum, Berlin 2012
Activarte, Barcelona, 2005